Ohren richtig Pflegen und Reinigen

Ohren richtig reinigen & pflegen

Sie leisten ihren hilfreichen Dienst ein Leben lang, leiten Schallwellen und Töne weiter und stabilisieren den Gleichgewichtssinn: unsere Ohren. Ihre Reinigung zählt zur täglichen Pflegeroutine. Auch ein Check-up beim HNO ist wichtig, um die Ohrengesundheit und den Hörsinn zu prüfen. Gut gepflegt bleiben sie in Schuss und erfüllen ihre Funktion als kostbares Sinnesorgan. Wir werfen hier einen Blick auf die notwendige Ohrenhygiene und die geeigneten Pflegemaßnahmen.

Was ist Cerumen (Ohrenschmalz) und wozu ist es gut?

Cerumen wird umgangssprachlich auch als Ohrenschmalz bezeichnet und ist ein salbenartiges Wachs, dass der Körper selber bildet. Es wirkt antibakteriell und bekämpft auf sanfte und effektive Weise das Eindringen unerwünschter Krankheitskeime in das Innere. Ebenso wichtig ist eine weitere Aufgabe. Ohrenschmalz befeuchtet und pflegt das Ohrinnere. Die in den Ohren existierenden Härchen arbeiten wie eine natürliche Entsorgungsmaschine. Durch ihre fortwährende Bewegung wird überschüssiges Ohrenschmalz ebenso nach außen geleitet wie alte Hautschuppen und kleinste Schmutzteilchen. Produziert wird Ohrenschmalz von speziellen Drüsen im äußeren Gehörgang. Es ist das unentbehrliche Schmiermittel im Rahmen eines perfekten Reinigungssystems. Eine überbordende Menge an Ohrenschmalz kann den Gehörgang verstopfen und in Folge eine Hörminderung erzeugen.

Ohrenschmalz nervt, ist aber wichtig

Warum sollte ich meine Ohren reinigen und pflegen?

Das Reinigen und Pflegen dient der Hygiene und unterstützt die volle Leistungsfähigkeit dieser Sinnesorgane. Staub, Schmutz, überschüssiges Ohrenschmalz und Keime werden von den Flimmerhärchen hin zur Ohrmuschel transportiert. Genau dort setzt die Pflegeroutine an. Die unerwünschten Partikel müssen entfernt werden. So lassen sich Beeinträchtigungen und Krankheiten an den Ohren mit ein paar Handgriffen vermeiden.

Welche Reinigungsmethoden sollte ich vermeiden?

Vermeiden Sie alle Methoden, die sich dem sensiblen Gehörgang nähern oder noch weiter in das Ohrinnere reichen. Um irreparable Schäden an der Ohrenhaut, dem Gehörgang oder dem Trommelfell zu vermeiden, richten sich die optimalen Reinigungsmethoden auf das Außenohr und dessen umliegende Areale. Benutzen Sie keine Fremdkörper zur Reinigung. Diese können Entzündungen des Gehörgangs auslösen. Selbst um das mitunter hartnäckige Ohrenschmalz zu entfernen, sind sie nicht geeignet. Meist wird dabei der Pfropf noch weiter in das Innere geschoben, wo es dann zu Reizungen und Entzündungen kommen kann.

Wattestäbchen

Wattestäbchen sind durchaus eine gute Erfindung. Allerdings gilt das bei der Ohrenhygiene nur bedingt. Zum Reinigen der Ohrmuschel und der sie umgebenden Hautareale sind Wattestäbchen geeignet. Das Ohrinnere ist für sie tabu, besonders mit zunehmendem Lebensalter. Neben den weichen Enden besitzt das Wattestäbchen einen harten Kern, der großen Schaden verursachen kann. Die Entfernung von tiefen Ablagerungen im Ohrinneren gehört in die Hände von Spezialisten und sind kein Fall für Wattestäbchen.

Wattestäbchen vermeiden

Ohrenkerzen

Ohrenkerzen werden zur Behandlung von Erkältungen und Tinnitus oder bei allgemeinen Ohrenschmerzen eingesetzt. Zur Selbstbehandlung sind sie nicht geeignet. Im Gegenteil: HNO-Ärzte schätzen die Wirkung der Ohrenkerzen in der Regel als nicht besonders hoch ein. Durch das physikalische Wechselspiel von Unter- und Überdruck während der Brennzeit tritt eine gesteigerte Durchblutung der Ohren ein. Zwar kann sich ein hartnäckiger Schmalzpfropf dabei lockern. Er wird jedoch nicht gänzlich entfernt. Bei entzündeten, schmerzenden Ohren dürfen die Kerzen ohnehin nicht verwendet werden. Bei Ohrenbeschwerden jeder Art muss ein Arzt konsultiert werden.

Ohren Wachsen lassen

Übertriebene Hygiene und die Nutzung von Kopfhörern

Ohrenhygiene ist auch eine Frage der Balance. Wer zu häufig und zu intensiv reinigt, kann einen Mangel an Ohrenschmalz verursachen. In Folge wird das natürliche Selbstreinigungssystem gestört. Krankheitskeime können leichter in das Mittel- und Innenohr gelangen. Auch ein Zuviel an Feuchtigkeit durch intensives Spülen der Ohren, schadet der zarten Ohrenhaut. Die nicht entfernte Restfeuchte begünstigt die Ausbreitung von Keimen.Kopfhörer, Ohrenstöpsel, und Hörgeräte sind weit verbreitete Produkte, die uns das Hören ermöglichen und erleichtern. Leider können sie die notwendige Belüftung der Ohren reduzieren. Hinzu kommt, dass sich an den im Ohr befindlichen Endstücken Staub, Schmutz und Keime ansiedeln können. Um Schaden zur vermeiden, müssen die Geräte ebenso Teil der Reinigungsroutine sein, wie die Ohren selbst. Fragen Sie bei Bedarf Ihre Hörakustikerin oder Ihren Hörakustiker.

So reinigen und pflegen Sie Ihre Ohren richtig

Effektive Hilfsmittel zum Reinigen und Pflegen der Ohren sind Wattepads und Wahlschlappen, warmes Wasser, ein weiches Tuch zum Trocknen und im Bedarfsfall etwas Hautöl. Gereinigt wird grundsätzlich mit Pads oder Waschlappen nur die Ohrmuschel bis zum empfindlichen Gehörgang. Von da an gehört das Reinigen in die Hände eines HNO-Arztes. Beim Baden oder Duschen gelangen oft Wasser, Shampoo oder Seife in die Ohrenmuschel. Sie tragen zwar zur Reinigung bei, sind jedoch unerwünscht. Überschüssiges Wasser, Reste von Shampoo und Seife werden mit einem trockenen Tuch vorsichtig aus der Ohrenmuschel entfernt. Sie dürfen nicht in den sensiblen Gehörgang gelangen.Senken Sie bei Ihrer Ohrenhygiene auch an das Areal hinter der Ohrmuschel. Dort siedeln sich gern unerwünschte Besucher an, die unter Umständen Entzündungen verursachen. Die Ohrenmuschel ist dauerhaften Umwelteinflüssen ausgesetzt, was zu trockener Haut führen kann. Mit ein paar Tropfen Öl und einer kleinen Muschelmassage pflegen Sie die empfindliche Haut.

Unter der Dusche Ohren säubern

Gehörgang beim HNO oder Hörakustiker kontrollieren

Wer zu Allergien neigt, ein schwaches Immunsystem hat oder unter Diabetes Mellitus leidet, besucht die HNO-Praxis routinemäßig. Aber auch Menschen ohne Indikationen sollten sich diesem regelmäßigen Check-up unterziehen. Der Hals-Nasen-Ohren-Arzt oder die Experten von Vehr können mit speziellen Instrumenten in den Gehörgang sehen und so übermäßige Verschmutzung erkennen. Als vorbeugende Maßnahme sichert sie den langen Erhalt eines gesunden Hörvermögens und sollte halbjährlich durchgeführt werden.

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