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Tinnitus

Was ist Tinnitus?

Mit "Tinnitus" bezeichnet die medizinische Fachsprache Geräusche, die man gemeinhin Ohrgeräusche, Ohrensausen oder Ohrenklingeln nennt. Charakteristisch ist, dass für diese Geräusche in der Regel keine äußere Schallquelle verantwortlich ist und sie in der Regel nur vom Betroffenen wahrgenommen werden.


Wie entsteht Tinnitus?

Es gibt ca. 400 mögliche Ursachen oder Ursachenkombinationen. Nicht immer liegt die Ursache im Ohr. Folgende Ursachen können Auslöser für Tinnitus sein:




Lärmschäden/Knalltrauma

Eine häufige Ursache von Ohrgeräuschen ist eine Schädigung der feinen Haarzellen durch Lärm oder Knall. Dazu zählen vor allem die Freizeitmusik bei Jugendlichen (Walkman, Disco, Rockkonzert) und der Lärm am Arbeitsplatz. Beim Knalltrauma kann bei sofortiger Akutbehandlung unter Einschluss der HBO-Therapie nahezu immer eine Heilung erfolgen.


Durchblutungsstörungen

Von ärztlicher Seite werden am häufigsten Durcblutungsstörungen als Hauptursache angenommen und der Behandlung zunächst zugrunde gelegt. Diese erste Verdachtsdiagnose sollte durch eine möglichst frühzeitige sorgfältige Diagnostik abgelöst werden. Nur so kann man entsprechend dem Symptomcharakter des Tinnitus seine sehr unterschiedlichen Ursachen feststellen und möglichst beheben. Es gilt hier der Grundsatz: Je früher, desto besser.


Hörsturz

Unter Hörsturz versteht man einen plötzlichen Verlust des Gehörs oder eine plötzliche Hörminderung, meist begrenzt auf ein Ohr. Häufig ist dieser von Ohrgeräuschen und seltener auch Schwindel begleitet. Man nimmt aufgrund zahlreicher Studien an, dass sich der Hörsturz in vielen Fällen von selbst wieder behebt (Spontanheilungen). Oft bleibt aber ein Ohrgeräusch und/oder ein Hörverlust zurück.
Auch hier ist eine sofortige Untersuchung beim HNO-Arzt dringend notwendig.



Halswirbelsäulenerkrankungen

Veränderungen und funktionelle Blockierungen der Halswirbelsäule können zu Ohrgeräuschen führen oder sie verstärken. Neuerdings erleben wir das auch häufig als Folgen eines unfallbedingten Schleudertraumas.


Eine umfangreiche und sorgfältige Diagnose ist unerlässlich. Jedoch sollten Sie wissen, dass nicht bei jedem Tinnitusbetroffenen das gesamte Diagnostikrepertoire notwendig wird.




Behandlung von Tinnitus:

Die Tinnitus-Retraining-Therapie beruht auf Forschungsergebnissen, wonach das Hörsystem bei allen Menschen so abgeschirmt ist, dass längst nicht alle Geräusche gehört werden. Diejenigen, die für den Menschen völlig unwichtig sind, werden auch nicht gehört. So hören Sie zum Beispiel die Geräusche Ihres Kühlschrankes nicht mehr oder sonstige gewohnte Umgebungsgeräusche.


Ohrgeräusche werden dieser Theorie nach erst dadurch hörbar, dass die schützende Filterwirkung des Gehirns beeinträchtigt ist. Folgerichtig wird eine Wiederherstellung dieser Filterwirkung angestrebt, so wie man sich ebenfalls um eine Verbesserung des Immunsystems bemühen kann.

Dazu werden die bereits vorhandenen Therapiemöglichkeiten systematisch und planmäßig in eine individuelle Therapieplanung eingebracht. Ihr Sinn ist es, die Betroffenen über ein bis zwei Jahre therapeutisch anzuleiten und zu begleiten.


Hier wird als ein Teil der Therapie ein sogenannter Tinnitus-Masker mit einem Breitbandrauschen eingesetzt, das leiser als das Ohrgeräusch ist.

In enger Zusammenarbeit mit dem Ohrenarzt arbeiten wir nach dem beschriebenen Therapieansatz von Professor Jastreboff. Wir passen Tinnitus-Geräte in einer exakten Anpassung an die Bedürfnisse des Patienten an.